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21 Wege, die Liebe zu finden

19. Mit dem Herzen denken


Wir denken unentwegt. Das heißt, wir glauben, dass wir denken, doch dies ist nicht der Fall. Nicht wir denken, sondern unser Verstand denkt. Und das tut er völlig selbstständig. Das meiste davon ist sogar vollkommen sinnloses Zeug, das uns wenig hilft, sondern uns nur vom wirklichen Erleben abhält. Viele von uns sind diesem ewigen Geplapper regelrecht ausgeliefert. Wir können es weder beeinflussen noch ändern. Denn denken ist kein aktiver Teil von uns.

Denken ist kein freier Willensakt, bei dem wir mitreden können.

 

Genauso falsch wäre es zu sagen: „Ich lasse mein Herz schlagen.“

Oder: „Ich veranlasse meine Lungen, sich mit Sauerstoff zu füllen.“

Das Herz schlägt wie es möchte. Wir können es nicht anhalten. Die Lungen atmen selbstständig, auch wenn wir schlafen, auch wenn wir nicht darauf achten, auch wenn wir es nicht möchten.

Genauso ist es mit dem Denken. Es widerfährt uns, es bestimmt unser Leben und unsere Handlungsweisen. Wir geraten in Wut, in Euphorie oder entwickeln Ablehnung, ohne vorhersagen zu können, wann dieser Zustand eintreten wird.

Ich kann meinen Partner zum Beispiel wundervoll finden, mit ihm eine großartige Zeit verbringen, den tollsten Sex aller Zeiten haben, aber ein Satz, eine Bemerkung kann das Denken in Schwung bringen. Aus dem scheinbaren Nichts heraus kann man, vom Denken beeinflusst, plötzlich Eifersucht entwickeln, misstrauisch werden, einen Streit entfachen oder andere törichte Dinge tun. Schon die kleinste Geste kann etwas Ungutes in Erinnerung rufen, und plötzlich wittert der Verstand Gefahr und baut Gräuelbilder vor unserem geistigen Auge auf. Wir nehmen das wundervolle Erlebnis mit unserem Partner nicht mehr als das wahr, was es ist, sondern beginnen zu denken, zu hinterfragen.

„Liebt er mich wirklich? Sagt er mir die Wahrheit? Ist es gut, was ich mache? Kommt es an? Vielleicht gefalle ich ihm gar nicht mehr. Werde ich noch mehr bekommen? Wie hat er das gemeint? In meiner letzten Beziehung haben wir mehr geredet. Gestern war es besser. Ich will nicht noch einmal so enttäuscht werden. Wenn er nichts sagt, hat es ihm nicht gefallen. Wenn er mich jetzt schon so behandelt, wie wird er es dann in der Zukunft tun?“

Diese unkontrollierte Flut an Gedanken erzeugt Trennung. Wir „hirnen“ so lange herum, bis wir der Liebe nicht mehr trauen. Ohne es zu wissen, bauen wir an der Zerstörung von Vertrauen und Nähe, bis unser Verstand mit seinem ständigen Denken tatsächlich Recht bekommt. Die Ursache war jedoch eine ganz andere. Nicht dem Partner war nicht zu trauen, sondern unser Denken hat so lange an unserem Verhalten gearbeitet, bis wir dem Partner nicht mehr vertraut haben. Und damit selbst die Trennung herbeigeführt haben.

Manche Menschen sind sogar so mit ihrem Denken beschäftigt, dass sie nicht mehr wirklich an der Partnerschaft teilnehmen. Wenn sie sich unterhalten, hören sie nicht richtig zu. Sie arbeiten bereits an den Antworten, ohne den Hintergrund der Frage erfasst zu haben. Sie sind dann meist nicht wirklich anwesend. Sie werden so vom Denken beansprucht, dass ihre ganze Aufmerksamkeit nur danach ausgerichtet ist. Noch erstaunlicher ist, dass sie nur zu gerne erfahren würden, was ihr Partner denkt. Dabei ist auch das vollkommen unwichtig. Denn unser Denken verändert sich ständig. Nur ein einziger Impuls von außen kann uns sofort wieder anders denken lassen. Denken ist also von äußeren Einflüssen abhängig.

Würde man diese Art zu handeln völlig neutral betrachten, zum Beispiel von einem Außerirdischen, würde er schnell „denken“, dass bei den Menschen ein Programmfehler aufgetreten sei. Stimmt. Nichts anderes ist es genau genommen. All die schlechten Erfahrungen in unseren früheren Partnerschaften wiederholen wir nur deshalb, weil unser Verstand uns glauben macht, die Welt würde sich auch jetzt und in weiterer Zukunft exakt wieder so verhalten wie damals.

Unser Verstand kann nämlich nicht mit der Gegenwart umgehen. Er sucht ständig nach Lösungen, und die findet er nur in der Vergangenheit. Deshalb wird unser Denken nur von unserer Vergangenheit bestimmt. Von all den Erlebnissen und Lösungen, die wir bereits gemacht haben. Das bedeutet, wenn wir denken, spielen wir die Vergangenheit ständig neu durch und interpretieren durch sie unsere Gegenwart.

Auf diese Weise lassen wir nichts wirklich Neues zu und sind nicht offen für Veränderungen. Weil wir uns aber in vielen Dingen bereits verändert haben, unser Denken aber noch immer an alten Lösungen festhält, werden wir uns selbst immer fremder. Wir fühlen uns nicht mehr wirklich wohl. So lange wir dem Denken die Alleinherrschaft über uns geben, wird uns auch das Gefühl der Liebe nicht begegnen.

 

Wie entkommen wir diesem Kreislauf der Gedanken?

Haben die Gedanken Kontrolle über uns, sind wir nur Beifahrer unseres eigenen Lebens ohne die Möglichkeit zu haben jemals das Steuer in die Hand zu nehmen. Haben dagegen wir unsere Gedanken unter Kontrolle, haben wir unser Leben auch selbst im Griff.

 

Aber wie können wir das bewerkstelligen?

Indem wir uns immer wieder klar machen, dass alles, was wir denken, - alles!- nur Gedanken sind. Es sind nur Gedanken. Es ist nicht die Wahrheit. Sie schwemmen nach oben, unkontrolliert, eigenständig und meist ziemlich aufdringlich. Oft genug aber tarnen sie sich auch und kommen schleichend, fast nicht wahrnehmbar in unser Bewusstsein, und wir registrieren erst nach geraumer Zeit, dass wir bereits für einen längeren Zeitraum nicht mehr wirklich anwesend waren, sondern in eigene Welten hineingedacht haben.

Das ist nicht weiter schlimm. Wenn Gedanken nach oben kommen, bekämpfe sie nicht. Lass sie einfach zu. Wenn wir sie bekämpfen, werden sie nur an Kraft zunehmen. Wir können sie kurz registrieren und anschauen. Aber wir müssen uns nicht damit identifizieren. Wir müssen vor allem nicht unsere Umwelt nach diesen Gedanken beurteilen. Wir lassen sie einfach kommen und wieder gehen. Wir geben ihnen keine Bedeutung. Es sind einfach nur Gedanken. Es ist nicht die Wahrheit.

Bei Herzensangelegenheiten hören Liebende ausschließlich auf ihr Herz und das Gefühl. Wenn es um Liebe geht, befragen wir schließlich auch nicht unseren Computer. Höre immer nur auf deine Intuition und auf Deinen Bauch. Überlege nicht, kalkuliere nicht, wäge nicht ab. Liebe einfach. Alles, was wir mit den Herzen tun, ist zum Wohl aller. Vor allem aber zu Deinem eigenen. 




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