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Cafe 23

Gregor Gysi – Alles ist möglich!


Er ist mittlerweile ein Altmeister des deutschen Politikgeschäfts: Gregor Gysi, seit 2005 Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Immer wieder einmal machte er den Eindruck, als hätte er genug von den Ränkespielen der Mächtigen in dieser Republik.

Doch im exklusiven nexworld.TV-Interview offenbart der begnadete Rhetoriker Gysi eine unerwartete „Lust“ an der Politik und ein feines Gespür für einen grundlegenden Wandel in der Gesellschaft. Sein Fazit: Die Welt verändert sich immer schneller. Alles scheint möglich. Auch ein Bundeskanzler Gregor Gysi?

 

Dieser Gedanke liegt nahe, denn wenige Politiker-Persönlichkeiten vereinen heute noch wie er umfassendes Wissen über die gesellschaftlichen Entwicklungen mit einer wohl ausgewogenen echten eigenen Meinungen. Selten konnte Gysi, wie in diesem Interview, seine manchmal hochkomplexen Gedankengänge offen zu Ende entwickeln und deutlich machen, dass politische Initiativen immer noch auch das Ergebnis ausgefeilter Überlegungen sein können – und nicht nur faule Kompromisse oder Verlautbarungen mächtiger Lobby-Vereinigungen, die aus der Deckung heraus Politiker ihres eigenen Vertrauens zu bloßen Marionetten verkommen lassen. Gysi konstatiert eine Lobby-Bewegung des kleinen Mannes, die immer mächtiger wird und gegenüber Wirtschaft und Regierung ihre Rechte als Souverän einfordert. „Stuttgart 21“ sei mittlerweile überall und unser demokratisches Modell reif für mehr Mitbestimmung des Volkes.

Sehr konkrete Ideen bringt Gysi gegenüber nexworld.TV-Herausgeber Jan Gaspard ins Gespräch. Und kann dabei in die Waagschale werfen, dass er schon einmal in Zeiten rasanter Veränderungen – vor der deutschen Wiedervereinigung – die „richtigeren“ und durchdachteren Konzepte in der Tasche hatte. Damals mahnte Gysi, als einer der Wenigen zur Besonnenheit bei dem Projekt, zusammenwachsen zu lassen, was zusammen gehört. Damals wurde seine Stimme nicht gehört, mit der Folge, dass sich vor allem die Sozialsysteme von dem „Ost-Schock“ bis heute nicht mehr erholen sollten. Heute stellt Gysi bei den Menschen eine zunehmende „Tendenz zur Vernunft“ fest, immer weniger ließen sich vom Mainstream einfach so mitreißen und hinterfragten öffentlich, was Ihnen die „große Politik“ am liebsten einfach so vorsetzen würde. Die Zeiten würden immer spannender – vor allem für einen Vollblut-Politiker wie Gregor Gysi, dem Authentizität und Ehrlichkeit mehr gilt, als der Wunsch, nur eine gute Figur abzugeben; so zögert er keine Sekunde zuzugeben, warum er seine Partei nur für „ziemlich ehrlich“ hält, bei der Frage von Zuwanderung und Integration.

Am Ende macht der Linken-Fraktionschef aber deutlich: Seine Utopie eines gerechten demokratischen Sozialismus war für ihn noch nie so greifbar wie im Augenblick. Und er hätte offensichtlich großen Spaß daran, für die Realisierung dieses Lebenstraums noch einmal wirkliche Verantwortung zu übernehmen. Gregor Gysi spürt: Die neue Zeit könnte seine ganz große Zeit werden. Er selbst stünde dafür auf jeden Fall bereit.

Filmlänge: ca. 60 Minuten




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