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Cafe 23

Die Glühbirnenverschwörung


Anfang der 1980er-Jahre entwickelte der Berliner Erfinder Dieter Binninger eine Glühbirne mit einer Lebensdauer von 150.000 Stunden. Als er seine Wunder-Glühbirne im Markt einführen will, stößt er auf massiven Widerstand eines (illegalen) Glühbirnen-Kartells, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Lebensdauer von Glühbirnen künstlich auf 1.000 Stunden begrenzt. Der taz-Redakteur Helmut Höge die ganze Bandbreite der „Glühbirnenverschwörung“ aufgearbeitet.

Als Binninger aus den Beständen der Treuhand den DDR-Glühbirnenhersteller „Narva“ übernehmen will, wird erst Binnigers Förder Detlef Rohwedder, damals Chef der Treuhand beim Glühbirnenwechsel erschossen, dann stürzt Binniger selbst mit seinem Sportflugzeug aus unbekannten Gründen ab und kommt um.

Der Journalist Helmut Höge entdeckte während seiner Recherche zur "Glühbirnenverschwörung" unter anderem auch eine Pychons-Glühbirne (die „Ewige“), die in der Feuerwehrwache von Livermore, Kalifornien seit 1901 bis heute ununterbrochen brennt, wie auch das verheerende Wirken der International Electrical Association (IEA), wie sich das Glühbirnenkartell jahrzehntelang nannte. 

Doch die von Höge aufgedeckten Fakten bieten auch einen Einblick in die illegalen Verstrickungen der Treuhand nach der deutschen Wiedervereinigung, die man sehr gut am Beispiel Binningers und der Privatisierung der Firma Narva nachvollziehen kann. Doch diese Glühbirnen-Story ist nicht nur eine der unglaublichsten Enthüllungsgeschichten der Industriegeschichte; sie belegt auch, dass eigentlich für unmöglich gehaltene Produktqualitäten schon lange möglich sind – was angesichts zur Neige gehender Ressourcen spannende Optionen für ein nachhaltiges Wirtschaften in Zukunft 

Filmlänge: ca. 50 Minuten 




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